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Gebäudetechnik: Urinale kommen ohne Wasserspülung aus Geruchloses Herrenklo an der Autobahn |
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VDI nachrichten, 3.12.99 - Wasserlose Urinale auf öffentlichen Toiletten könnten wesentlich dazu beitragen, den Trinkwasserverbrauch zu senken. Ein Schweizer Anbieter sieht wachsendes Interesse an dieser sanitärtechnischen Entwicklung. Aufgrund der Wasserersparnis und der geringen Geruchsbelästigung finde für HerrenToiletten in Gebäuden mit hoher Puplikumsfrequenz das wasserlose Urinal immer mehr Beachtung. Das betont jetzt in Dietlikon bei Zürich (Schweiz) der Produzent dieses sanitärtechnischen Systems, F. Ernst Ingenieur AG. So habe die Verwaltung der Autobahnraststätte "Ellwanger Berge Ost" an der A 7 zwischen Ulm und Würzburg kürzlich eine jährliche Ersparnis von 29000 DM errechnet und gleichzeitig festgestellt, dass Probleme wie Geruchsbelästigung oder verstopfte Leitungen seit dem Einbau der wasserlosen Urinale der Vergangenheit angehören. "Da unsere in öffentlichen Toiletten zu installierenden Urinale kein Wasser verbrauchen, entfallen auch die Abwassergebühren, die sich nach dem Frischwasserverbrauch errechnen.", ergänzt der Anbieter. Das seien ökologische und ökonomische Vorteile, die jetzt zum Beispiel in der Raststätte an der A 7 wahrgenommen würden. Tatsächlich erweisen sich die wasserlosen Urinale als umweltfreundlich, denn neben der Einsparung von wertvollem Trinkwasser arbeiten sie mit biologisch abbaubaren Mitteln. Kernstück des "System Ernst" sei - so der Anbieter - ein Spezial-Siphon, in dem sich eine biologisch abbaubare Flüssigkeit befinde, die spezifisch leichter ist als Urin. Diese filtert den Urin und schwimmt dauerhaft oben. Das wirke wie ein zuverlässiger Geruchsverschluss, erläutert die Firma Ernst-Deutschland in Mannheim. Beschichtung vermindert Vermehrung von Bakterien Die Oberfläche der Urinale ist mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel imprägniert. Diese Beschichtung verhindere - so der Anbieter - die Vermehrung der Bakterien im Urinal. Unangenehmer Geruch könne sich erst gar nicht bilden. Gleichzeitig sorge das Desinfektionsmittel für einen permanenten Bakterienabbau und somit für einen hohen Hygiene-Standard. "Das Dauerproblem der Geruchsbelästigung, das in vielen Toiletten an der Tagesordnung ist, lässt sich mit den wasserlosen Urinalen endgültig beseitigen", resümiert der Anbieter. Im Rahmen der Reinigung der Urinalanlagen wird die Sperrflüssigkeit im Siphon bei Bedarf ergänzt. Die Oberflächenbeschichtung und der Siphoneinsatz müssen aber - je nach Benutzungshäufigkeit - regelmäßig erneuert werden. Vertragsfirmen im gesamten Bundesgebiet böten diese Wartung als Service-Paket an, versichert der Schweizer Anbieter. Die Instandhaltungs- und Reinigungskosten für das "System Ernst" würden dabei deutlich niedriger liegen als die Urinale mit Wasserspülung. "Defekte Spülanlagen - ein typisches Ärgernis bei wassergespülten Urinalen - gehören der Vergangenheit an," betont das Unternehmen. Auch hartnäckige Ablagerungen, Verstopfungen oder zugewachsene Ablaufleitungen, die teure Reparaturen erforderten, könne man vergessen. Dabei seien die Anschaffungskosten für das "System Ernst" in den meisten Fällen geringer als bei Urinalen mit Wasserspülung, da keine Installationskosten für Wasserzuleitungen entstehen. Das System offeriert der Anbieter als Standaanlage
oder in Form von Einzelbecken. So sei das wasserlose Urinal für
viele Einsatzorte geeignet, betont Ernst, und zwar von öffentlichen
Toiletten bis hin zu Firmen und Schulen. |
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