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    TAB - Technik am Bau
Fachzeitschrift für Technische Gebäudeausrüstung 7/2000


Wasserlose Urinale


Der Schweizer Hersteller F. Ernst Ingenieur AG hat wasserlose Urinale aus Keramik entwickelt, die den Komfort und die Optik herkömmlicher wassergespülter Urinale bieten - und dabei große Mengen Wasser einsparen.

Die wasserlosen Urinale "System Ernst" haben einen Spezial-Siphon, in dem sich eine biologisch abbaubare Flüssigkeit befindet, die spezifisch leichter ist als Urin. Diese filtert den Urin und schwimmt dauerhaft oben. Dadurch wirkt sie als zuverlässiger Geruchsverschluss. Die Oberfläche der Urinale ist mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel imprägniert. Diese Beschichtung verhindert die Vermehrung der Bakterien im Urin, unangenehmer Geruch kann sich gar nicht erst bilden. Gleichzeitig sorgt das Desinfektionsmittel für einen permanenten Bakterienabbau und somit für einen hohen Hygiene-Standard.

Das Problem der Geruchsbelästigung lässt sich mit den wasserlosen Urinalen endgültig beseitigen. Dabei sind die Ernst-Urinale kostengünstig: Die Instandhaltungs- und Reinigungskosten für das "System Ernst" liegen deutlich niedriger als für Urinale mit Wasserspülung.

Defekte Spülanlagen - ein häufiges Ärgernis bei wassergespülten Urinalen - treten nicht mehr auf. Auch hartnäckige Ablagerungen, Verstopfungen oder zugewachsene Ablaufleitungen, die teure Reparaturen erfordern, gibt es nach Aussage des Herstellers nicht. Die Anschaffungskosten für das "System Ernst" sind in den meisten Fällen geringer als bei Urinalen mit Wasserspülung, da keine Installationskosten für Wasserzuleitungen entstehen.


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