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In der ersten Generation der wasserlosen Urinale
verwendete man zumeist Kunststoffkörper, die im Laufe der Jahre
nicht gerade ansehnlicher wurden. Doch mittlerweile sind diese Urinale
auch optisch genauso attraktiv wie wassergespülte, denn sie
sind jetzt auch aus Sanitärkeramik zu haben anstatt wie bisher
nur aus Kunststoff. Nach einer gemeinsamen Entwicklung haben, so
eine Verlautbarung aus Anlass der ISH 2001, der Schweizer Herstellers
F. Emst Ingenieur AG, die Keramik Laufen AG und die Villeroy &
Boch AG, wasserlos funktionierende Keramikurinale vorgestellt. Der
Vorteil der Sanitär-Keramik - seit langem manifestiert - besteht
darin, dass die Oberfläche lichtecht ist und sich nicht verfärben
kann. Auch nach vielen Jahren bleibt sie weiß. Selbst Zigarettglut
kann dem Material wenig anhaben - bei Kunststoff-Urinalen hinterlassen
die glühenden Zigarettenstummel Brandflecken.
Gegenüber den Kunststoffurinalen haben
die keramischen nun eine größere Ausladung, so dass die
Verschmutzung zusätzlich reduziert wird. Dafür sorgt auch
ein bereits bei konventionellen Urinalen verwendetes "Extra"
der Emst Urinale: eine kleine Fliege oder eine Bombe, die direkt
oberhalb des Siphons als "Zielhilfe" in die Glasur eingebrannt
ist. Darüber hinaus passt die weiße Keramik zu den meisten
anderen Sanitärobjekten, wie Toiletten oder Waschbecken, da
diese in der Regel aus dem selben Material gefertigt sind. Die wasserlosen
Ernst Urinale der Modelle 5000 und 6000 sind den Installateuren
in der wassergespülten Variante bereits bekannt, so dass auch
die Montage der wasserlosen Modelle kein Problem darstellt.
Das Prinzip hat inzwischen Hygienetests sicher
bestanden: Herzstück der wasserlosen Urinale ist in diesem
Fall ein Spezial-Siphon, in dem sich eine biologisch abbaubare Flüssigkeit
befindet, die spezifisch leichter ist als Urin. Dadurch wird der
Urin gefiltert und dann von der Sperrflüssigkeit abgedeckt
- der Geruch kann nicht mehr austreten. Die Oberfläche der
Urinale ist mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel
imprägniert. Diese Beschichtung verhindert die Vermehrung von
Bakterien im Urinal, die sonst ebenfalls zu unangenehmen Gerüchen
führen kann. Gleichzeitig sichert das Desinfektionsmittel den
Hygiene-Standard der Schweizer Ernst-Urinale.
Die Instandhaltungs- und Pflegekosten
für diese Urinale bleiben deutlich unter denen wassergespülter.
Denn neben dem eingesparten Wasser können auch defekte Spülanlagen
nicht mehr zu Buche schlagen. Auch hartnäckige Ablagerungen,
Verstopfungen oder zugewachsene Ablaufleitungen gibt es nicht. Darüber
hinaus sind meist sogar die Investitionskosten niedriger, da die
wasserlosen Urinale ohne zusätzliche Installation von Wasserleitungen
auskommen.
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