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    der gemeinderat
Ausgabe 09/1999


TOILETTENANLAGEN


Wasser sparen

Bereits seit 40 Jahren sind die wasserlosen Urinale "System Ernst" im Einsatz. Stadtverwaltungen wie Frankfurt/Main, Mannheim, Stuttgart, Ulm und Hannover sowie Firmen ziehen nach der Umstellung auf das System eine durchweg positive Bilanz: Die Kosten für Wasser, Installation und Instandhaltung sanken bis zu 50 Prozent im Vergleich zu wassergespülten Urinalen. Probleme wie Geruchsbelästigunen oder verstopfte Leitungen traten nicht mehr auf. Die Anlagen kommen vollständig ohne Wasser aus. Kernstück ist der Ernst-Siphon, in dem sich eine Sperrflüssigkeit befindet. Diese schwimmt dauerhaft oben und filtert den Urin. Dadurch wirkt sie als Geruchsverschluß. Die Oberfläche derUrinale ist mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel imprägniert. Diese Beschichtung verhindert die Vermehrung der Bakterien, unangenehmer Geruch kann sich erst gar nicht bilden. Die Oberflächenbeschichtung und der Siphoneinsatz müssen, je nach Benutzungshäufigkeit, regelmäßig erneuert werden.

 
Die Austobahnraststätte "Ellwanger Berge Ost" beispielsweise beziffert die jährliche Einsparung seit dem Einbau der "Ernst-Urinale" auf 29000 Mark. Die Stadt Augsburg errechnete am Beispiel einer Schule, an der 18 Urinale eingebaut wurden, eine Kostensenkung von 25000 Mark jährlich.


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