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(MR) Bis zu 45 Liter Trinkwasser spült
jeder einzelne tagtäglich durch die Toilette. In der Kanalisation
gelandet, verliert es seinen Wert. Seit nunmehr 40 Jahren tritt
die Schweizer Firma Ernst mit wasserlosen Urinalen der Verschwendung
von Wasser entgegen.
Kernstück
der für Männer gemachten Technik ist ein spezieller Siphon,
in dem sich eine Sperrflüssigkeit befindet, die spezifisch
leichter ist als Urin. Sie fildert den Urin, schwimmt dauerhaft
obenauf und schließt den Geruch nach oben ab. Die Trägersubstanz
der als Urinol bezeichneten flüssigen Sperre ist nach Aussagen
der Hersteller kein Öl, die ist absolut untoxisch, sehr gut
biologisch abbaubar und nicht wassergefährdend. Urinol besteht
weiterhin aus einem Desinfektionsmittel pflanzlicher Herkunft, das
voll biologisch abbaubar ist. Eine dritte Komponente bilden Riechstoffe,
die teils aus natürlichen ätherischen Ölen und teils
aus synthetisch hergestellten Stoffen bestehen. Die Oberfläche
der Urinale ist mit einem biologischen Desinfektionsmittel imprägniert.
Der antibakterielle Belag verhindert, daß der typische Uringeruch
entsteht. Auch hier garantieren die Hersteller eine vollständige
biologische Abbaubarkeit. Das Desinfektionsmittel ist in ein Stoffgemisch
eingebunden, das sich wie eine Kunsthaut auf die keramische Oberfläche
legt. Die Trockenurinale sind weltweit mehr als 200.000 mal verkauft
worden und schneiden in der Beurteilung der Anwender sehr gut ab.
1995 ließ das Schulverwaltungsamt der Stadt Augsburg im städtischen
Peutinger-Gymnasium erstmals die wasserlosen Urinale installieren.
Nach
Abzug der Wartungskosten errechnete das Schulverwaltungsamt besonders
durch den gesunkenen Wasserverbrauch eine jährliche Einsparung
von rund 25.000 Mark. Die Kosten der Installation haben sich nach
weniger als zwei Jahren amortisiert. Auch die Referenzen anderer
Nutzer, von Stadtverwaltungen bis hin zu Großunternehmen sprechen
für das wasserlose Pendant zum herkömmlichen Urinal. Ab
elf Personen pro Urinal und Tag soll sich die Anlage rechnen.
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