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Zeitschrift für Architektur und Baudetail / Juli 2001


Wasserloses Keramik-Urinal

 

Wasserlose Urinale sind jetzt auch aus weißer Sanitärkeramik zu haben anstatt wie bisher nur aus Kunststoff. Der große Vorteil der Sanitär-Keramik besteht darin, daß die Oberfläche lichtecht ist und sich nicht verfärben kann. Selbst Zigaretten können dem Material nichts anhaben. Gegenüber den Kunststoff-Urinalen haben die keramischen nun eine größere Ausladung, so daß die Verschmutzung zusätzlich reduziert wird. Dafür sorgt auch eine kleine Fliege oder Bombe, die direkt oberhalb des Siphons in die Glasur eingebrannt ist. Darüber hinaus passt die weiße Keramik zu den meisten anderen Sanitärobjekten, wie Toiletten oder Waschbecken. Herzstück der wasserlosenUrinale ist ein Spezial-Siphon, in dem sich eine biologisch abbaubare Flüssigkeit befindet, die spezifisch leichter ist als Urin. Dadurch wird der Urin gefiltert und dann von der Sperrflüssigkeit abgedeckt - der Geruch kann nicht mehr austreten. Die Oberfläche der Urinale ist mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel imprägniert. Diese Beschichtung verhindert die Vermehrung von Bakterien im Urinal, die sonst zu unangenehmen Gerüchen führen kann. Gleichzeitig sichert das Desinfektionsmittel den hohen Hygiene-Standard.

 



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