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Architektur, Innenarchitektur, Technischer Ausbau 4-2001


Wasserlose Urinale


Eine Fliege oder eine Bombe zu treffen - so lautet die "Zielvorgabe für die Benutzer eines wasserlosen Urinals vom System Ernst". Diese sind nun auch aus weißer Sanitärkeramik statt wie bisher nur aus Kunststoff erhältlich. Das ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsentwicklung der F. Ernst Ingenieur AG, der Keramik Laufen AG und der Villeroy & Boch AG, die die ersten wasserlosen Keramikurinale zum Patent angemeldet haben.
Als großen Vorteil der Sanitärkeramik bezeichnen es die Hersteller, dass die Oberfläche lichtecht ist und sich nicht verfärbt. Auch gegen glühende Zigarettenstummel sind die neuen Urinale, im Gegensatz zu den Vorgängern aus Kunststoff, resistent. Herzstück der wasserlosen Urinale ist ein Spezial-Siphon, in dem sich eine biologisch abbaubare Spezialflüssigkeit von geringer Dichte befindet, die spezifisch leichter ist als Wasser. Dadurch ist der Inhalt des Urinals stets von einer geruchshemmenden "Deckschicht" bedeckt. Die Oberfläche der Sanitärkeramik ist bei den neuen Modellen "5000"und "6000" mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel imprägniert. Als Pluspunkt der wasserlosen Urinale führt der Hersteller insbesondere Kosteneinsparungen auf mehreren Gebieten an: Durch den Verzicht auf eine Wasserspülung wird der Wasser verbrauch reduziert, außerdem entfallen die Kosten für die Verrohrung.


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