Kostenvergleiche

Zum Thema Kostenvergleich gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstens kann man am "Grünen Tisch" mit verschiedenen Zahlen rechnen und kommt, je nach Einstellung des Verfassers, auf entsprechende positive oder negative Ergebnisse.

Zweitens gibt es die Möglichkeit, auf Betriebsversuche bzw. praktische Erfahrungen zurückzugreifen. Dies ist sicherlich der bessere Weg, da es hier ein objektives Ergebnis gibt, welches nicht von der Einstellung des Verfassers beeinflusst wird.

Zu den Urinalanlagen System ERNST gibt es derzeit sieben aktuelle Kostenvergleiche:

Stadt Ulm Kostenvergleich
Expo 2000 in Hannover
Stadt Augsburg
Betriebsversuch der Telekom




 

Stadt Ulm. GM . 89070 Ulm

Hygiene Technik
Wäsleinstraße 4

89356 Röfingen

 

Stadt Ulm
Abteilung
Zentrales Gebäudemanagement


ulm  


Schwambergstraße 1

 

Sachbearbeitung   

Herr Dettki

Telefon (0731)

161-6533

Telefax (0731) 161-1682

E-Mail

u.dettki@ulm.de

Unser Zeichen

GM-200-dk

Datum

20.04.2004



10jähriger Kostenvergleich über Urinalsysteme


Sehr geehrter Herr Zuknik,

wunschgemäß erhalten Sie nachstehend unsere Ergebnisse aus dem durchgeführten 10jährigen Kostenvergleich.

1993 haben wir in einem Gymnasium 6 Beckenurinale mit Näherungselektronik
installiert und diese an einer separaten Wasseruhr angeschlossen, um eigene Vergleichberechnungen durchführen zu können.

Nach nunmehr 10 Jahren wurde ein durchschnittlicher Wasserverbrauch von 240 m³ pro Jahr ermittelt. Der aktuelle Wasserpreis beträgt 3,20 Euro (Frisch- und Abwasser); somit ergeben sich Wasserbrauchskosten von 771,20 Euro pro Jahr. Reparatur- und Instandhaltungskosten sind hierbei nicht berücksichtigt.

In einer Berufsschule haben wir ERNST Urinale im Einsatz. Die Unterhaltskosten hierfür (2-maliger Kundendienst und Materialverbrauch) belaufen sich auf 416 Euro pro Jahr.

Aufgrund der positiven Erfahrungen, die wir seit 1960 mit dem System ERNST in unseren städtischen Gebäuden gesammelt haben, werden wir es auch bei künftigen Ausschreibungen und Umbauarbeiten berücksichtigen.


 

Kostenvergleich STADT ULM als PDF-Datei


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Ernst Urinale KG
Herr Donner
Neanderstraße 13

30165 Hannover


Datum 02. Mai 2001   Telefondurchwahl -432   Ihr Zeichen
    Telefaxwahl -140   Unser Zeichen RD/ab


Ihr Einsatz von Trockenurinalen auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover

Sehr geehrter Herr Donner,

Am Anfang des Jahres 1999 haben wir aus ökologischen und ökonomischen Gründen die Möglichkeit des Einsatzes von Trockenurinalen im Markt des Wettbewerbes untersucht und entsprechend des ermittelten Einsparungspotenzials im Bereich Trinkwasser (Ökologie) und der geringeren Gebühren für Abwasser und Wasser (Ökonomie) den Einsatz von Urinalanlagen ohne Wasserspülung des Systems Ernst durchgesetzt.

Ihre Anlagen wurden in allen EXPO-eigenen Gebäuden, in denen neue Urinalanlagen installiert wurden, eingesetzt. Wir hatten uns bewusst für das System Ernst ausgesprochen, nachdem wir Ihre Musterurinale in unserem ersten Bürogebäude, dem EXPO Office, installiert und einer Einsatzprüfung unterzogen hatten. Besonders im Hinblick auf das Thema der EXPO 2000 "Mensch, Natur, Technik" konnte Ihr System sinngemäß angewendet werden.

Nach unseren Berechnungen hat ein Trockenurinal pro Tag 825 Liter eingespart. Bei einem Gesamteinsatz von 392 Urinalen auf dem Weltausstellungsgelände haben wir so pro Tag 323.400 Liter Trinkwasser eingespart. Über die Gesamtlaufzeit der EXPO 2000 ergab sich eine Gesamteinsparung von 49.480.200 Liter.

Durch den Einsatz Ihrer Urinale konnten wir insgesamt Gebühren in Höhe von 334.000,-- DM einsparen. Abschließend möchten wir uns für Ihr persönliches Engagement während der gesamten Errichtungs- sowie Betriebsphase bedanken. Gerne dürfen Sie unsere positiven Erfahrungen als Empfehlung an weitere Kunden verwenden.

Sollten wir Ihnen auch hierbei weiterhin behilflich sein können, so wenden Sie sich gerne an uns.

Mit freundlichen Grüßen

i.V. Rüdiger Degner
Bereichsleiter
EXPO 2000
Bereich Bauen / Internationale Teilnehmer / Protokoll
  i.A. Henning Müller
Projektleiter



 


Bericht EXPO 2000 als PDF-Datei


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Stadt Augsburg, Postfach 11 19 60, 76044 Augsburg Dienstgebäude Gögginger Straße 59
86159 Augsburg

Firma
Hygiene-Technik
Wäsleinstrasse 4

89365 Röfingen
Zimmer
Sachbearbeiter(in)
Telefon
Telefax
Ihre Zeichen
Unsere Zeichen
Datum

Unsere Zeichen und Datum
bei Antwort bitte angeben
107
Herr Geiger
0821/324-6920
0821/324-6924

SG 1/1 Ge/bä
30.01.1998

Einsparungen durch Trockenurinale

Sehr geehrter Herr Zuknik,

gerne kommen wir Ihrer Bitte nach, die erzielten Einsparungen an einem Beispiel zu erläutern. Im Jahre 1995 wurden am Peutinger-Gymnasium in Augsburg 18 Urinalstandplätze installiert. Die Investitionskosten betrugen einschließlich Maurerarbeiten und Provision unserer Stadtwerke 45.364,66 DM. Für die jährliche zweimalige Wartung und die erforderliche Sperrflüssigkeit fallen Kosten in Höhe von 2.384,63 DM an. Der Wasserverbrauch lag 1994 bei 7.456 m³, und 1997 nur noch bei 1.568 m³. Der Verbrauch hat sich, wohl hauptsächlich infolge der Trockenurinale, um 5.888 m³ abgesenkt. Frischwasser kostet zur Zeit 2,50 DM m³ und die Abwassergebühren betragen 2,21 DM m³. Ein Kubikmeter Wasser kostet also 4,71 DM. 5.888 m³ eingespartes Wasser ergeben eine jährliche Einsparsumme von 27.732,48 DM. Hiervon sind die Wartungskosten in Höhe von 2.384,63 DM abzuziehen. Es verbleibt eine Einsparung von

25.347.85 DM.

Die Investitionskosten von 45.364,66 DM haben sich in den Jahren 1996 und 1997 amortisiert. In der Zukunft sparen wir jährlich rund 25.000 DM.

Klagen seitens der Schule sind uns nicht bekannt geworden. Im Gegenteil, es wird derEinbau zusätzlicher Urinalanlagen gewünscht. Auch die Volksschule Hochzoll-Süd, bei der im Erweiterungsbau Urinalanlagen eingebaut worden waren, wünscht die Umstellung aller Knaben-WC auf Trockenurinale. Sobald es die Finanzen zulassen, werden wir diesen Wünschen auch nachkommen.

Mit freundlichen Grüssen
Im Auftrag


gez. Geiger
Oberverwaltungsrat

 


Bericht STADT AUGSBURG als PDF-Datei


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Die Deutsche Telekom führte von 1990 bis 1991 einen Betriebsversuch / Kostenvergleich mit verschiedenen Urinalsystemen durch.
Das Ergebnis wurde unter anderem veröffentlicht in der Fachzeitschrift Haustechnische Rundschau Ausgabe 12-92.
Die auszugsweise Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.



Kein Grund zum Naserümpfen:
wasserlose Urinale


Das Prinzip der Urinalanlagen ohne Wasserspülung fand schon vor Jahrzehnten vorwiegend in öffentlichen Toilettenanlagen und Industriebauten seine Anwendung. Unter dem Aspekt der Verteuerung von Trinkwasser, gestiegener Wartungskosten sowie wesentlicher technischer Verbesserungen am System ist eine Renaissance der wasserlosen Urinale durchaus denkbar. Ein Betriebsversuch der Deutschen Bundespost Telekom liefert bisher fehlende Einsatzkriterien für Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
 
Urinalanlagen können auch ohne Wasserspülung betrieben werden.

Bei der Neufassung der DIN 1986, Anfang der 70er Jahre, wurde diesem Tatbestand auch Rechnung getragen, als man von der Auflage, für Urinalanlagen eine Wasserspülung vorzusehen, abrückte.

(DIN 1986 - Neufassung Juni 1988 -, Abschn. 5.4.4:... ausgenommen sind Urinalanlagen, die aufgrund ihrer Konstruktion auch ohne Wasserspülung einwandfrei funktionieren.").

Früher wurden Urinalanlagen ausschließlich in Form von Standanlagen gebaut. Sie waren damit für Verwaltungsgebäude nicht attraktiv.
Seit einigen Jahren sind diese Anlagen auch als Einzelbecken erhältlich. Damit wurden die Einsatzbereiche für dieses System erheblich erweitert.

Wirkungsprinzip

Kernstück des Systems ist ein patentierter Geruchsverschluss, der mit einer biologisch unbedenklichen Sperrflüssigkeit gefüllt ist. Die Zulassung dieses Bauteils durch das Institut für Bautechnik in Berlin erfolgte bereits 1959, unter laufender Erneuerung (PA-I-1021) für die Bundesrepublik Deutschland. Diese Zulassung ist mit der Auflage einer regelmäßigen Wartung verbunden. Die Anzahl der Wartungen pro Jahr richtet sich nach der Benutzungshäufigkeit.

Pflege und Wartung

Zur Pflege gehören:
  • tägliches Abspülen der Anlagen mit klarem Wasser
  • 14-tägliches Reinigen unter Verwendung eines speziell für diesen Zweck entwickelten Reinigers
  • Nachfüllen der Sperrflüssigkeit
Zur Wartung gehören:
  • Reinigen und Desinfizieren der Anlagen
  • Reinigen bzw. Austauschen des Siphoneinsatzes
  • Auffüllen des Siphons mit Sperrflüssigkeit
  • Erneuern der Hygienebeschichtung
Die unter der Position "Wartung" aufgeführten Arbeiten werden in einem Wartungspaket durch Vertragsfirmen angeboten und wurden im nachfolgend beschriebenen Betriebsversuch auch so in Anspruch genommen.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems liegt darin, dass die Abwasseranschlussleitungen der Verstopfung durch Urinstein nicht ausgesetzt sind. Diese Ablagerungen bilden sich zwangsläufig durch die Komponenten Wasser und Urin. Je nach Wasserbeschaffenheit, insbesondere der Anteile von Härtebildnern Calcium und Magnesium im Wasser, können in den Anschlussleitungen Urinsteinablagerungen bis zur totalen Verstopfung führen. Begünstigt wird dies durch ein verändertes Benutzerverhalten bei Vorhandensein handbetätigter Spüleinrichtungen. Gesteigertes Hygienebewusstsein führt dazu, einen handbetätigten Urinal-Druckspüler nicht mehr zu berühren und das Urinalbecken in ungespültem Zustand zu hinterlassen. Solches Verhalten hat die vorgenannten Verstopfungen und die allseits bekannten Geruchsbelästigungen zur Folge.

Betriebsversuch

In einer Bildungsstätte der Deutschen Bundespost Telekom wurden 8 wasserlose Urinale über einen Zeitraum von einem Jahr mit verschiedenen wassergespülten Anlagen verglichen. Dabei wurden die Spülwassermengen und teilweise auch die Frequentierung gemessen.

 

Optik ist wichtig

Die optische Begutachtung aller Urinalanlagen fiel eindeutig zugunsten des untersuchten Systems aus. Bei allen wassergespülten Anlagen wurde eine Geruchsbelästigung festgestellt, der man durch geöffnete Fenster zu begegnen suchte. Teilweise wiesen die wassergespülten Urinalbecken auch Verfärbungen durch wasserbedingte Ablagerungen auf. Bei der wasserlosen Anlage war dagegen trotz geschlossener Fenster keinerlei Geruchbelästigung feststellbar. Die Becken waren sauber, Urinspuren waren nicht feststellbar.

Instandhaltung

Im Verlaufe des Betriebsversuches wurden an den wassergespülten Anlagen z.T. mehrmals durch eigenes techn. Personal Verstopfungen beseitigt. Anhand der Arbeitsnachweise wurden dafür Kosten in Höhe von 44,- DM/Urinal/a ermittelt. Durch günstige Standortbedingungen bzgl. des techn. Dienstes kamen im vorliegenden Fall nur sehr geringe Wegezeiten und -kosten auf, so dass die anzusetzenden Instandhaltungskosten wesentlich höher liegen können. Hinzu kamen Wasserverbrauchskosten von 47,50 DM/Urinal/a bei einem Wasserpreis von 5,- DM/m³ (einschl. Abwassergebühr).
Die Wartung der wasserlosen Urinale erfolgte im Wesentlichen durch einen Wartungsvertrag mit einer Spezialfirma. Die Eigenleistungen beschränkten sich auf das Nachfüllen der Sperrflüssigkeit (14-täglich) und die auch bei den wassergespülten Anlagen übliche Reinigung der Becken, allerdings ohne den Einsatz von speziellen Reinigungsmitteln. Lediglich 14-täglich wurden die wasserlosen Anlagen mit Spezialreiniger behandelt. Der Kostenaufwand belief sich einschl. der Wartungskosten durch die Vertragsfirma auf 134,- DM/Urinal/a.

Investitionen im Vergleich

Beim Vergleich der Investitionskosten zwischen Anlagen des untersuchten Systems und wassergespülten Anlagen (Standardausführung mit handbetätigten Druckspülern) ergeben sich nur unwesentliche Vorteile zugunsten der wassergespülten Anlagen. Hingegen sind beim Vergleich mit elektronisch gesteuerten Spüleinrichtungen die Investitionskosten beim wasserlosen System deutlich niedriger.

Wirtschaftlichkeit ist gegeben

Aus den gewonnenen Erkenntnissen und unter Zugrundelegung der Ergebnisse des Betriebsversuches sind die Bedingungen für einen wirtschaftlichen Einsatz des Systems erkennbar. Wasserpreis und Wasserverbrauch sind dabei die maßgebenden Größen. Der Wasserpreis unterliegt mit Sicherheit künftig erheblichen Steigerungen. Der Wasserverbrauch ergibt sich durch die Anzahl der Benutzer bzw. der Benutzungen pro Urinal. Die Planungsvorgaben durch die Arbeitsstätten-Verordnung (Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 37/1) lassen schon bei der Bemessung einer Urinalanlage gewisse Spielräume zu (Tab 2).

Tabelle 2: Bemessung von Urinalanlagen gemäß Arbeitsstätten-VO
Beschäftigtenzahl Zahl der Toiletten Zahl der Bedürfnisstände
bis 5 1  
bis 10 1 1
bis 25 2 2
bis 50 3 3
bis 75 4 4
bis 100 5 5
bis 130 6 6
bis 160 7 7
bis 190 8 8
bis 220 9 9
bis 250 10 10


Eine knappe Auslegung bedeutet pro Urinal eine höhere Frequentierung und damit auch einen höheren Wasserverbrauch pro Urinal bei wassergespülten Anlagen. Damit ergeben sich für den Einsatz wasserloser Urinalanlagen ab einer bestimmten Größenordnung einer Anlage wirtschaftliche Vorteile.



Im Diagramm wird der variable Bereich - Wasserkosten und Wasserverbrauch - dargestellt. Bei den Instandhaltungskosten wurden die Ergebnisse des Betriebsversuchs zugrunde gelegt. Die Abhängigkeiten sind danach deutlich zu erkennen. Beispiel: Bei einem Wasserspreis von DM 5/m³ beginnt der wirtschaftliche Bereich bei einem Jahresverbrauch von 18 m³/Urinal/a. Unter Annahme von 2 Benutzungen (2 Spülungen zu je 2,5 l) pro Person täglich an 220 Arbeitstagen ergibt sich ein Spülbedarf von 1,1m³/Urinal/a je Benutzer.
Ergebnis: Bereits ab einer täglichen Frequentierung von 16 Personen (Benutzern) pro Urinal - dies entspricht einer Anlagengröße von 3 Urinalen (bis 50 Benutzer, entspr. 16 Benutzer pro Urinal) - lohnt sich der Einsatz wasserloser Anlagen. Bei Unterstellung von 3 Spülungen (Benutzungen) pro Person täglich ist bereits bei 11 Benutzern ein wirtschaftlicher Betrieb zu erwarten (Spülwasserbedarf 1,65m³/Urinal/a je Benutzer.

Wertung des Betriebsversuches

Die wasserlosen Anlagen haben sich zur vollsten Zufriedenheit der Benutzer bewährt. Eine Wirtschaftlichkeit ergibt sich unter Zugrundelegung der Ergebnisse des Betriebsversuches ab einer Spülwassermenge von 18 m³/Urinal/a (Wasserpreis 5 DM/m³). Die Anzahl der installierten Urinale in dem untersuchten Gebäude ist jedoch im Verhältnis zur Zahl der Benutzer als zu hoch anzusehen, so dass die anzustrebende Auslastung nicht gegeben ist. Die ermittelten Instandhaltungskosten der wassergespülten Anlagen sind als außerordentlich niedrig zu bewerten. Dies begründet sich darin, dass am Ort stationiertes eigenes tech. Personal eingesetzt werden konnte.

Wasserlos und wirtschaftlich

Unter der Voraussetzung, dass die erforderliche Wartung ordnungsgemäß erfolgt, kann der Einsatz wasserloser Urinalanlagen aus hygienischer Sicht vorbehaltlos empfohlen werden. In der Tabelle 3 sind die Grenzwerte unter Berücksichtigung aktueller Wartungskosten angegeben, ab deren Auslegung (Personal/Urinal) der Einsatz wasserloser Systeme wirtschaftlich ist. Der angegebene Wasserverbrauch - im Vergleich mit wassergespülten Anlagen -, der erforderlich ist, um die unterschiedlichen Instandhaltungskosten auszugleichen. Während für Neuplanungen der Ansatz für die Kosten der Instandhaltung in der aufgezeigten Größenordnung vertretbar ist, kann für Umstellungen von Altanlagen aufgrund der gewonnenen Betriebserfahrungen eine Kosten-Nutzenrechnung auf realistischer Basis erfolgen. Eine Überprüfung und ggf. eine im Sinne der Arbeitsstätten-Verordnung vertretbare Reduzierung der Urinalbecken kann bei vielen Anlagen zu einem wirtschaftlichen Betrieb wasserloser Systeme führen.

Tabelle 3: Wirtschaftlicher Einsatz wasserloser Anlagen unter Berücksichtigung
realistischer Instandhaltungskosten
Wasserpreis (DM/m³) 5,00 6,00 7,00 8,00 9,00 10,00
Wasserverbrauch
(m³/Urinal/a)
12 10 8,5 7,5 6,75 6
Anlagenauslegung*
(Personal/Urinal)
11 9 8 7 6 5
* bei 2x täglicher Benutzung pro Person und je 2,5 l je Spülung an 220 Arbeitstagen

Der Autor (Dipl.-Ing. Peter Lindworsky) ist im Fernmeldetechnischen Zentralamt Darmstadt für die Sanitärtechnik zuständig. Als Mitarbeiter im NAW, DIN 1988, vertritt er die DBP in mehreren Fachausschüssen des DVGW.


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